Bereits zum vierten Mal findet in Kitzbühel dieses Jahr das „Boogie Woogie und Blues Festival“ statt. Von Beginn an war dieses einzigartige musikalische Aufeinandertreffen echter Stars ein großer Erfolg. Kein Wunder, steht doch niemand geringerer als Christoph „Boogiewolf“ Steinbach hinter diesem Projekt. Schon als kleiner Junge entdeckte er seine Liebe zur Musik. Schnell war für ihn klar, dass der Boogie ein Hauptbestandteil seines Lebens werden würde. Nicht nur in Österreich hat er sich in der Szene längst etabliert, auch weltweit war er mit echten Musikgrößen wie etwa Eric Burdon erfolgreich unterwegs. Jeder (das kann man wirklich ohne Übertreibung sagen), der schon einmal Gelegenheit hatte, Christoph Steinbach an seinem Piano zu bewundern, wurde vom Boogie-Fieber erfasst. Ruhig stehen bleiben, einfach nur dasitzen – bei seinen Auftritten einfach unmöglich.
Der Trendguide hat mit Christoph Steinbach gesprochen. Über sein Leben als Musiker und über das bevorstehende Festival in Kitzbühel.
TG: Was hat das Jahr 2008 bisher für dich gebracht? Was waren die musikalischen Highlights?
CS: Zum einen Kontakte zu größeren Managements, sodass ich mich jetzt voll und ganz auf die Ausarbeitung meiner Konzertprogramme konzentrieren kann. Außerdem konnte ich das Konzept für mein Kitzbüheler Festival noch weiter verfeinern und ausarbeiten. Musikalisch gesehen waren 2007 und 2008 geprägt von Konzerten in großen ausverkauften Konzertsälen in Deutschland, Frankreich, Polen und Ungarn.TG: Die Vvorbereitungen für das „Boogie Woogie Festival“ laufen ja bereits, habe ich gesehen. Diese Konzertreihe hat sich enorm entwickelt. Auf was dürfen sich die Besucher dieses Jahr freuen?CS: Die Innenstadt haben wir als klassischen „New-Orleans-Eröffnungsabend“ gelassen (natürlich mit einem zusätzlichen Feinschliff). Dafür haben wir diese Jahr zum ersten Mal auch schon in der Tenne am Freitag einen Stargast: den Schauspieler und Sänger „Gus Backus“. Neben ein paar seiner Hits („Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ oder „Brauner Bär“) wird dieser Abend voll und ganz dem Rock´n´Roll gehören (Jerry Lee Lewis,…). Besonders freue ich mich, dass wir für den Hauptabend eine für dieses Festivalprogramm perfekte Location gefunden haben: den Privat-Garten der Villa Mellon. Die Atmosphäre und das Flair dieses 18. Jahrhundert Hauses ist genau auf unser Programm zugeschnitten. Dieses Jahr haben wir neben zahlreichen Musikern gleich zwei Stargäste eingeladen. Sozusagen eine Weltpremiere – eine Blues, Swing, Boogie und Rock´n´Roll Session in einer einmaligen Besetzung: zum einen der damalige Senkrechtstarter vom ORF – und mittlerweile musikalische Aushängeschild der österreichischen Rock´n´Roll-Szene „MAT SCHUH“. Doch unser unumstrittener Stargast dieses Abends ist seit 1970 eine Legende: „MUNGO JERRY“ – (alias Ray Dorset). Mit „In the Summertime“ (1970) hat er bis heute den erfolgreichsten Sommerhit komponiert und gesungen. Weit über 30 Millionen Platten wurden verkauft. Außerdem werden wir das Publikum für ca. 20 Minuten in eine der legendärsten Shows der 50-er und 60-er Jahre entführen: „The Rat Pack“ (Dean Martin, Frank Sinatra & Sammy Davis Jr).
TG: Was ist deine Hauptintention dieses Festival in Kitzbühel zu veranstalten? Was ist dein Ziel?
CS: In Kitzbühel gibt es einfach dieses einmalige Flair in der Innenstadt. Außerdem finden wir (Fritz Michelitsch und ich), dass man in Kitzbühel absolut ein musikalisches Highlight in dieser Art aufbauen kann. Das heißt, dass man auch die Presse und das Fernsehen aufmerksam und neugierig macht. Das Ziel dieses Projektes haben wir immer beibehalten: Weltstars zu überreden, mit uns bzw. den Musikern, die ich zusammenstelle, eine einmalige Boogie, Blues & Rock´n´Roll Session zu machen. Das Ziel dieses Festivals (nach außen) ist es, ein international bekanntes Festival zu haben und an aller erster Stelle das Publikum mit uns Spaß haben zu lassen (aber das ist uns ja schon gelungen – zum Glück).
TG: Mit deinem „Boogie Woogie“ verbreitest du überall wo du auftrittst gute Laune und die Leute sind begeistert. Was ist dein „Geheimrezept“?
CS: Das Wichtigste ist, dass man das was man tut gerne macht. Und sehr, sehr viel Spaß dabei hat. Und noch dazu habe ich das Glück, dass ich eine Musikrichtung spiele, die sich so lange wie keine andere Musikrichtung gehalten hat. Den Blues gab es schon vor der Klassik. Und wenn man den Rhythmus des Boogies live hört, kommt man einfach nicht drum herum mit den Füßen mit zu stompen.
TG: Was steht bei dir in nächster Zeit sonst noch so an? Bist du viel unterwegs?
CS: Im Moment wird sehr viel Zeit in das Festival investiert. Werbung, Programmarrangements und Show-Akt-Ausarbeitung. Natürlich stehen auch schon wieder zahlreiche Konzerte auf dem Programm: Ungarn, Griechenland, Frankreich, Polen, Italien, Deutschland...
TG: Noch eine letzte Frage: Wenn du dir jemand aussuchen könntest, mit wem würdest du gerne einmal zusammen spielen?
CS: Mit Jerry Lee Lewis, Helge Schneider, Udo Jürgens, Dr. John... Da gibt es einige. Aber die werde ich irgendwann alle aufs Festival holen. Helge hatte ich ja schon ein paar Mal getroffen und er würde diesen Spaß auch mitmachen (wenn er einmal Zeit hat. Er hat ja fast jeden Tag ein Konzert).
TG: Danke für das Interview und viel Erfolg bei deinem Kitzbüheler Festival! |