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Wirtschaftskommentar Monika Kober, Mitglied im Bezirksausschuss der WK Tirol

Wie sinnvoll sind Studien, die vergleichen, was nicht verglichen werden kann?

Bildungsbereich hat Reformbedarf

Die kürzlich in den Medien veröffentlichten Schlagzeilen zur sinkenden Wettbewerbsfähigkeit unseres Bundeslandes konnten einen stutzig machen. Voreilige Interpretationen von Statistiken haben es in sich und so manches Ranking auch. Auf den ersten Blick ist meist schwer zu erkennen, ob auch wirklich Äpfel mit Äpfel verglichen werden. Die Aussagen dieses EU-Rankings passen eigentlich nicht so ganz zu den Wirtschaftsergebnissen in unserer Region. Dass wir im Bildungsbereich noch Reformbedarf haben, ist richtig und ich meine auch erkannt. Das Bild von einem „abfallenden“ Wirtschaftsstandort Tirol wollen wir Wirtschaftstreibenden so nicht stehen lassen. So fiel bei dieser Bewertung eine tragende Bildungssäule – nämlich unser Lehrlingswesen – mit seiner dualen Ausbildung in Berufsschule und am Arbeitsplatz durch den Rost. 50 Prozent der Pflichtschulabgänger in Tirol machen eine Lehre. Und das ist wiederum ein wichtiges Kriterium, das unter anderem dazu beiträgt, dass die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung in Tirol top ist.

Meister soll soviel gelten wie der Master

Unser Wissenschaftsminister Dr. Karl-Heinz Töchterle unterstrich in einem Impulsreferat diesen wertvollen Ausbildungsweg und ergänzte u.a. noch, dass eine hohe Akademikerrate im EU-Raum nachweislich kein Garant für eine geringe Arbeitslosigkeit ist. Im Gegenteil, Länder mit einer dualen Berufsausbildung zeigen geringere Jugendarbeitslosigkeit auf. Der Meister sollte eigentlich gleich viel gelten wie der Master, meinte Töchterle weiter. Es wird Zeit und Notwendigkeit, dass das Image der Lehre in unseren Köpfen einen höheren Stellenwert einnimmt. Deutschland setzte in dieser Richtung im Jahr 2012 ein Zeichen. Bund, Länder und Sozialpartner einigten sich darauf, in den Kammern erworbene Meisterbriefe dem Bachelor in der Qualifikation gleichzustellen. Beide Qualifikationen werden in unterschiedlichen Bildungsbereichen erworben und sind auch hinsichtlich der Kompetenz- und Aufgabenprofile unterschiedlich. Gleichwertig aber eben nicht gleichartig, meint ……

Monika Kober
Mitglied im Bezirkausschuss der
Wirtschaftskammer Kitzbühel

 

 

 

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